Vertrauen – Vielleicht das Schwerste beim Erziehen in einer Leistungsgesellschaft

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Ich bin eine ehrgeizige Mutter. Ich wünsche mir, dass mein Sohn richtig erfolgreich wird. Aufsichtsratsvorsitzender wäre schön. CEO bei einem großen mittelständischen Unternehmens wäre auch noch okay. Dazu eine liebevolle, unabhängige, emanzipierte, kluge Frau, mindestens drei entzückende Kinder, ein schwarz-weißer Kater und ein abgefahrenes Designerhaus.

Gerade bin ich meinem Traum ein gutes Stück näher gekommen. Mein Sohn, der kurz vor dem Abitur steht, war bei der Studienberatung. Das Ergebnis: Es steht ihm nicht nur ein erfolgsversprechender Weg, sondern gleich drei offen. Mein Sohn kann wählen. Er kann sich frei entscheiden. Entweder Studium der Mathematik mit späterem Schwerpunkt auf Wirtschaft. Oder Studium der Chemie plus Doktortitel und dann auch in die Wirtschaft. Oder Verfahrenstechnik an einer Elite-FH und dann eben in die Wirtschaft. Laut Studienberater sind die Aussichten glänzend. Sowohl was den Studienplatz, als auch was die berufliche Perspektive in einer virtuell bestimmten Zukunft angeht.

Mein Herz lacht! Ach, was. Es jubelt!

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Erziehungsratgeber sind von gestern. Die Eltern-Crowd kommt!

„Möchten Sie diese Datei wirklich in den Papierkorb verschieben?“ Ja, Windows, ja.

Ich klicke und verabschiede mich von 33 Seiten Manuskript voll mit Assoziationen, angefangenen Sätzen und Ideen, die witzig, inspirierend oder zumindest richtig waren – im Zweifel ist richtig nie verkehrt. Jemand anderer Meinung?

untitledDieses Kapitel wäre also abgeschlossen. Von mir kriegt die Welt keinen Erziehungsratgeber mehr zu lesen. Ich hatte seit geraumer Zeit Bedenken. Schon in meinem ersten Buch „Ich bin eine gute Mutter!“ – einem Erziehungsratgeber, was sonst – reflektiere ich das Paradox dieser Buchzunft. Nämlich, dass Ratsuchende niemals Ratschläge wollen. Wirklich! Achten Sie mal auf die Antworten: „Also bei mir ist das anders.“ Oder „Ja, aber.“ Oder „Danke, das ist lieb gemeint, nur….“ Ein bisschen widersinnig das Ganze, gewiss. Aber es lässt sich leicht erklären. „Erziehungsratgeber sind von gestern. Die Eltern-Crowd kommt!“ weiterlesen

Diversity verdammt Unternehmen zum Fortschritt

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Ich möchte gerne mit Herrn Sattelberger sprechen. Das habe ich nach dem Viertelfinale meinem guten Freund Gero erzählt, während wir den Sieg mit einem Kölsch feierten. Ich habe ihm auch erzählt, warum ich ihn sprechen möchte. Weil er der richtige Mann ist. Für mich. Gerade jetzt.Nein, amouröse Absichten habe ich nicht. Er ist aus anderen Gründen für mich interessant. Bekanntermaßen ist der Mann ein Verfechter von Diversity in Unternehmen.  Wer Diversität will, will Vielfalt, auch in der Chefetage. Vielfalt setzt sich aus heterosexuellen Männern, heterosexuellen Frauen, homosexuellen Frauen, homosexuellen Männern, Deutschen und Migranten, Jungen und Alten, Weißen und Farbigen zusammen. Und nicht aus weißen, deutschen und heterosexuellen Männern. „Diversity verdammt Unternehmen zum Fortschritt“ weiterlesen

Karriere-Contest für Frauen: Panda sucht die Superchefin

Als mich Brigitte von den #DMW fragt, ob ich nicht über meine Erlebnisse am Panda-Tag schreiben möchte – was andere ermutigen würde, sich auch mal zu bewerben – ist das mal wieder so ein glücklicher Effekt von Networking: Die anderen bringen dich auf gute Ideen, auf die du selbst nicht gekommen wärst.

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Panda, das ist ein noch junger Wettbewerb, bei dem weibliche Führungskräfte gegeneinander antreten. Der Sinn:  Mehr Frauen in höhere Leitungsebenen bringen. JAAA! Und tja, es soll auch die Beste ermittelt werden. Gesponsert wird das Event von namhaften Unternehmen wie IBM, Thyssen-Krupp, DB, Telekom …. Schirmherr ist Thomas Sattelberger, der berühmteste Personaler Deutschlands. Die nach Erfolg schmeckenden Namen machen mich neugierig. „Karriere-Contest für Frauen: Panda sucht die Superchefin“ weiterlesen